Weisst du noch unter dem Baum / Do you still remember, under the tree
Ein Sommertag unter einem Baum oder die Erinnerung daran. Aber ist eines nicht gleich dem anderen?
94,5 x 94,5 cm, Fineart‒Print, gezogen auf Aludibond, matt laminiert, gerahmt in Schattenfuge aus Eiche; Auflage 1/1 und damit ein Unikat. Jedes meiner Bilder wird durch ein von mir geschriebenes Gedicht ergänzt, das der/die Käufer/in dazu erhält.
A summer’s day beneath a tree, or the memory of it.
But is one not the same as the other?
94,5 x 94,5 cm, fine art print mounted on Alu‒Dibond, matte laminated, framed in an oak shadow gap frame; edition 1/1, making it a unique piece. Each of my artworks is accompanied by a poem written by me, which the buyer receives along with the piece.
Bei Interesse am Bild schreiben Sie mir gerne eine Nachricht / If you are interested in the piece, feel free to send me a message.
WeiĂŸt du noch unter dem Baum
Es war ein vollkommener Sommer
komprimiert in einen Tag, brennglasgleich
unter dem gleiĂŸenden Baum.
Ich habe keinerlei Erinnerung
was das fĂ¼r ein Baum war
ich sehe nur die Flecken Licht
wie sie an diesem späten Nachmittag durch helles GrĂ¼n und Gold gewandert sind
und wie die Blätter zu uns gesprochen haben.
Ich weiĂŸ noch, ich habe in diesem Moment schon so ein Ziehen und seltsame Traurigkeit gehabt.
WeiĂŸt du noch, wir haben gelacht
und du hattest deinen Kopf auf meinem Bauch und ich habe deine Haare durch meine Finger gleiten lassen,
so wie man ein geliebtes Tier krault.
Es war warm und frei und wir hatten Zeit (woher?)
WeiĂŸt du noch unter dem Baum, als wir beide wussten, das bleibt nicht fĂ¼r immer
und ich, ich hatte eben bereits diese Sehnsucht danach.
Wir haben dort noch eine Weile gelegen bevor wir das Leben des Anderen verlieĂŸen und weiterzogen
wie das Sonnenlicht durch diesen Baum.
Das Seltsame ist, noch heute denke ich fast jeden Tag daran.
Do you still remember, under the tree
It was a perfect summer
compressed into a single day
beneath the blazing tree, like through a burning glass.
I have no memory at all
what kind of tree it was
I only see the patches of light
as they wandered, that late afternoon,
through bright green and gold
and how the leaves spoke to us.
I still recall the tugging, the strange sadness already stirring in me then.
Do you remember? We laughed,
your head resting on my stomach,
my fingers slipping through your hair, as one strokes a beloved animal.
It was warm, unbound, and we had time (from where?).
Do you remember beneath the tree,
when both of us knew it would not last forever—
and I, even then, already longed for it.
We lay there for a while longer before leaving each other’s life
and moving on, as sunlight drifted through that tree.
The strange thing is, even now I think of it almost every day.